Bei einem Besuch in der Druckerei Druck 3400 durften einige der Klosterneuburger Newcomers dem Chef über die Schultern schauen.

 

 

Diese Möglichkeit nutzten sechs neugierige Newcomer bei einer Betriebsführung.

Roland Hamm zeigte seinen Betrieb vom großen Plankopierer über Offsetdruck bis zur Schneidemaschine.

 

Für die Jungs öffnete sich die Tür zu einer spannenden, komplexen Welt.

 

„Information ist Leben -  lesen und schreiben erschließen den Menschen die Welt“ so der Chef beim zeigen eines Bleisatzes.

 

Die Grundvoraussetzungen für eine Lehre  und was ihn nach wie vor bei seiner Arbeit begeistert erklärte er anschaulich.

 

Das Maschinelle, Handwerkliche hat die jungen Männer tief beeindruckt, genauso wie die Stanz –und Walzmöglichkeiten für spezielle Werbemittel.

 

„.... es war für mich sehr interessent, ich glaube für euch auch so, weil ich in meinem Leben erste mal ein Druckerei war......“

 

„Letzte woche wir haben dort gefahren und es war sehr schön weil haben wir die machine gesehen und der mann ist sehr nett weil er hat uns erklärt gehabt ....."

 

„Ich hab gestern viel Maschinen kennen gelernt und ja er hat uns erklärt das wie die alle funktioniert Für mich wir sehr interessant die Schneiden Maschin...."

 

Das Ziel von Klosterneuburg hilft ist es. Newcomer zu ermutigen, zu motivieren und bei der Perspektivensuche zu unterstützen. Die Besuche bei lokalen Wirtschaftsbetrieben geben einen konkreten Einblick in die Arbeitswelt und ermöglichen den Jugendlichen den ersten Kontakt. dazu.

 

Bericht und Bilder: Gabi Peissl


Ohne Fleiß kein Preis :-)

Durch die unermüdliche Arbeit in vielen verschiedenen kleinen und großen Projekten ist es Klosterneuburg hilft gelungen, den Zukunftspreis der Landesakademie Niederösterreich zu gewinnen. Die Initiative freut sich riesig über die Anerkennung und den damit verbundenen Scheck über 5.000,- EUR.

Die Einreichung haben wir direkt beim Land gemacht, dort unsere Arbeit vorgestellt und beschrieben.

Die Presseaussendung zur Preisverleihung kann hier eingesehen werden.

Das Video über Klosterneuburg hilft ist auf Youtube zu finden.


Generalversammlung 2016

 
Am 11.Oktober 2016 fand die 1. ordentliche Generalversammlung des Vereins statt. Der alte Vorstand wurde entlastet, und der Vorstandsvorsitz wurde, den Statuten folgend, nach einem Jahr neu besetzt.
1. Obfrau: Sigrid Lentsch

2. Stellvertretende Obfrau: Elisabeth Höttinger

Kassier: Elisabeth Beer
Schriftführer: Dr. Marlies Bauer

Als Rechnungsprüfer wurden bestellt: Caren Bischoff und Mahmoud Z. Otri


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Quartiergeberbroschüre
Diese Broschüre wurde beim Benefizkonzert vorgestellt und wird seither nach und nach in Klosterneuburg auf Veranstaltungen und in verschiedenen Schulen und Geschäften ausgelegt.
Quartiergeberbroschüre für Web.pdf
Adobe Acrobat Dokument 40.7 MB

 

 

 

Das Ende einer fantastischen Zusammenarbeit – Symbolische Scheckübergabe durch die Essl Kunstvermittler


Die Initiative von Karlheinz Essl, der seine Kunstvermittler Anfang 2015 gebeten hatte, sich zu überlegen, wie man mit den Gästen in der Magdeburg Kaserne sinnvoll arbeiten und ein gegenseitiges Kennenlernen ermöglichen könne, hat nachhaltig Großes bewirkt.

Durch gemeinsames kreatives Arbeiten, Kunstvermittlung, Musik- und Theaterworkshops entstand in kurzer Zeit einer der beliebtesten Treffpunkte von Asylwerbern und Klosterneuburgern.
Im Offenen Atelier entwickelten sich Bekanntschaften, Freundschaften, und mehrere der Gäste fanden hier weitergehende Unterstützung, Paten, selbst Menschen, die sie schließlich bei sich aufnahmen.

Der Kulturbetrieb des Museums auf der einen Seite, und das soziale Engagement des Hauses auf der anderen, sind zwei getrennte Aspekte. Kaum irgendwo gab es jedoch eine so erfolgreiche Symbiose dieser beiden in der Integrationsarbeit.
Sie wurde hier beispielhaft gelebt, ein weiteres Mal fällt ‚Klosterneuburg‘ in diesem Zusammenhang als Synonym dafür, wie man es in einer Gesellschaft gut und richtig machen kann.
Umso bedauerlicher ist es, dass der enorme Wert der Arbeit des Museums - auch in der Verhinderung der Entstehung von Gegenwartsproblemen - keinen Einfluss auf die Entscheidung des Bundes haben konnte, nicht auch seinen Teil zum Erhalt beizutragen.
Und so musste nicht nur das Essl Museum nach 17 Jahren die Pforten schließen, sondern nach 17 Monaten ebenfalls eines der nachhaltigsten Projekte beendet werden.

In den letzten Tagen des Museumsbetriebs wurde durch eine Tombola Geld für den Verein ‚Klosterneuburg hilft‘ gesammelt
, eine gemeinsame Aktion von den Abteilungen Marketing, Kunstvermittlung und Bookshop. Jedes Los gewann, unter anderem  wertvolle Grafiken, Kunstkataloge, Plakate, u.v.m. Einem Großteil der Besucher war das Engagement des Hauses bekannt und man schätzte die Aktion – das zeigt auch der Spendenscheck.

 

Dem Ehepaar Essl und seinen Kunstvermittlern ist es ein Anliegen, dass mit dieser Spende die Integration in Klosterneuburg weiter gefördert wird. Auch wenn die lebendige Begegnung durch nichts zu ersetzen ist - Der Verein wird den Spendenbetrag ganz in diesem Sinne verwenden – Bildung in allen, und nicht zuletzt kulturellen Bereichen.

 

 

(c) Sabine Gösker & Andreas Hoffer


Wir verstehen KunsT

 

Die Schüler der Montessorischule Galemo haben mit den Fördermitteln von Kulturkontakt Austria ein Projekt durchgeführt, bei dem es um das Miteinander der SchülerInnen mit den Flüchtlingen ging.

Ziel des Projekts war es, auf interdisziplinäre Weise zu helfen, eine Form von Alltag, Beschäftigung und Abwechslung für die neuen Bewohner der Kaserne zu schaffen, sowie von Anfang an ein Miteinander zu fördern, und aktiv mitzugestalten. Dabei sollten Respekt für ein Miteinander und das Zurechtfinden in einer neuen Welt im Mittelpunkt stehen.

Trotz etlicher Kommunikationsschwierigkeiten oder Schlechtwettertagen ist es gelungen, drei Ausflüge ins Museum Gugging zu organisieren. Dadurch konnte für Abwechslung im Alltag der Asylwerber aus der Magdeburgkaserne gesorgt werden.

Das Interesse einender kennenzulernen war auf beiden Seiten groß. Ebenso wie die Freude, sich kreativ auszudrücken. Hier hat uns besonders erstaunt, dass nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen es sichtlich genossen haben, etwas für sich zu gestalten, um die Erlebnisse ihrer Flucht zu verarbeiten, oder sich den Alltag in der Kaserne zu verschönern. Bei den künstlerischen Workshops im Museum Gugging haben wir wundervolle Dinge gebastelt: Reisepuppen, die einen auf Reisen beschützen sollen wie eine Art Talismann; Schatzkisten, die dazu anregen, sich der materiellen oder immateriellen Schätze die man besitzt, bewusst zu werden; oder auch Pölsterüberzüge, um das Zuhause bunter und persönlicher zu gestalten.

Besonderer Dank muss in diesem Zusammenhang auch den beiden Kunstvermittlerinnen aus dem Museum Gugging, Dr. Maria Parucki und Mag. Susanne Profous, ausgesprocen werden, ohne deren überaus flexible und gekonnte Unterstützung dieses tolle Projekt nicht realisierbar gewesen wäre.

Die Galemo Montessorischule hat nicht nur jeden Samstag ihre Pforten für die Asylwerber geöffnet, sondern war noch weitergehend sehr aktiv.

Ein Bericht von Frau Mag. Katharina Jurkowitsch


Ein toller Kurzfilm von David Jablonski aus dem BG Klosterneuburg über das Offene Atelier im Essl Museum.


Ein Jugendlicher, der sein Bein verloren hat, zeigte einen unglaublichen Wandel im Laufe seiner Zeit in Klosterneuburg. Nachdem sie hörten, dass es diesen Jungen gibt, der sein Zimmer nicht verlässt, bemühten die Helfer sich, ihn in die Aktivitäten mit einzubeziehen und boten ihm auch Fahrdienste  an. Erst dadurch war es ihm möglich, sein Zimmer zu verlassen, am Deutschunterricht und am gemeinsamen Kulturprogramm teilzunehmen. Ein von ihm gezeichnetes Bild, mit dem er die Aussage formulierte, man solle nie die Hoffnung aufgeben, berührte alle sehr. Mit großer Freude können wir berichten, dass er fachmännische Betreuung durch das Reha Zentrum Weisser Hof erfuhr, mittlerweile eine gut sitzende Beinprothese trägt und relativ schmerzfrei ist.



Ein kleiner Auszug aus dem Blog des Teams:


Das Offene Atelier als Begegnungsraum
Das Essl Museum dient als Raum der Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Jeden Freitagnachmittag öffnet sich das Offene Atelier für Flüchtlinge, BürgerInnen und BesucherInnen zum Kennenlernen, Austauschen, wie auch zur gemeinsamen Kunstbetrachtung und künstlerischen Arbeit. Die jeweiligen Inhalte, Methoden und künstlerischen Techniken werden vom Vermittlungsteam für die Termine konzipiert und der jeweiligen Situation angepasst, dabei spielt die Überwindung von Sprachbarrieren eine große Rolle – Kunst, Musik und Bewegung können dabei helfen. Jeder Nachmittag steht unter einem anderen Motto, z.B. Bildlexikon, Syrien, Afghanistan, Kraftsymbole, Kunst in Bewegung, Musik, etc. Ein wichtiger Teil ist die Kaffeepause als Platz für den gemeinsamen Austausch. Die Jause wird von KlosterneuburgerInnen bereitgestellt.

[...]

Das zuerst nur von Februar bis Ende Mai 2015 geplante Projekt wird nun, da in der Kaserne Klosterneuburg auch weiterhin Flüchtlinge aufgenommen werden, weitergeführt. Das Offene Atelier hat sich in dem ersten halben Jahr zu einem Fixpunkt der Begegnung entwickelt, oft kommen Flüchtlinge auch schon vor Beginn des Termins. An jedem Freitag können neue menschliche und auch ästhetische Erfahrungen gemacht werden.
Alle an Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Herkunft Interessierte, sind eingeladen am Offenen Atelier im Essl Museum aktiv teilzunehmen. Alle können sich in verschiedensten Weisen einbringen, das kann inhaltlich sein, oder durch das Mitbringen von Mehlspeisen, durch aktive Unterstützung der Flüchtlinge bei Alltagsproblemen, durch das Abholen der Flüchtlinge oder durch unterstützende Hilfe der Kunstvermittlung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Teilnahme am Offenen Atelier ist frei, um Anmeldung wird gebeten.

Offenes Atelier: FR, 14.00 – 17.00, Eintritt frei!
Anmeldung: T: 02243 / 370 50 150, E: info@essl.museum

 

'Unser Team' am Freitag Nachmittag, die Kunstvermittler vom Essl Museum Klosterneuburg:
Lucie Binder-Sabha, Andreas Hoffer, Mela Maresch, Maria Theresia Moritz und Adelheid Sonderegger

 

 

 

 

 

 

 

Foto: cédrickaub © Essl Museum


Die jungen Männer verlassen nicht ihre Familien, sie werden auf den Weg geschickt. So auch ein weiterer, 16jähriger Bub, der, nachdem er auf tragische Weise seine Eltern verloren hat, auf Wunsch der Geschwister die Flucht riskierte. Seine Arbeit als Autowäscher konnte er nicht mehr tun, da eine Explosion seinen Arm schwer verletzt hatte.
Im Dezember 2014 kommt er in Traiskirchen an, wenige Wochen später 'landet' er hier.
Nur zögerlich berichtet er von seinen Schmerzen und der dadurch bedingten Schlaflosigkeit. Im ersten Krankenhaus wird er mit Schmerztabletten abgefertigt, das zweite beginnt eine Schmerztherapie und verschreibt Schlaftabletten.
Der Initiative wird ein weiteres Krankenhaus empfohlen. Der dortige Primar ist entsetzt wie der Bub bisher abgefertigt wurde. Der Oberarzt ist ein Landsmann und klärt ausführlich über die möglichen Konsequenzen einer OP auf. Im Juni 2015 wurde die OP durchgeführt und der Junge bekam eine Ellenbogenprothese. Krankenhausbesuche von Freunden werden organisiert, eine Physiotherapeutin behandelte ihn bereits im Krankenhaus und noch heute. Er hat keine Schmerzen mehr, kann seinen Arm strecken und beugen, braucht aber noch sehr viel Training.
Während der Flucht lernte er etwas Englisch. Durch die starken Schmerzen konnte er sich beim Deutschlernen nur kurz konzentrieren, kam aber trotzdem immer zum Unterricht und probierte auch in den schlaflosen Nächten zu lernen.  In Klosterneuburg begleitete er inzwischen seine Freunde sowohl zur Rechtsberatung, als auch zu Artzterminen, und half bei Übersetzungen. Nachdem es für seine medizinische Nachbetreuung wesentlich war, in der Umgebung von Wien zu bleiben, gelang es mit Hilfe der FSW Wien und der Caritas, ihn in einem betreuten Wohnheim unterzubringen.

 

 

Dank eines Projekts von OSSiRi's LernAkademie konnten ein Dutzend in Klosterneuburg untergebrachte Asylwerber einen A1-Deutschkurs in Wien besuchen und legten im Januar 2016 erfolgreich die ÖSD A1-Prüfung ab. Wir danken Herrn Ossiri Richard Gnaore für die Bereitstellung der Teilnehmerplätze.


 

Ab dem 29. Februar 2016 gibt es einen Brückenkurs in Klosterneuburg, der mit Unterricht in Deutsch, Mathematik und Englisch auf den Hauptschulabschluss vorbereitet. Auf Initiative von 'Klosterneuburg hilft', in Zusammenarbeit mit der VHS Klosterneuburg ist es gelungen, diesen Kurs auf die Beine zu stellen. Nach einem Aufnahmetest unter den ehrgeizigsten, motiviertesten Schülern geht es nun los!

 


 

Die Initiative ‚Klosterneuburg hilft‘ möchte sich an dieser Stelle, auch im Namen der in der Kaserne, sowie privat untergebrachten Asylwerber, einmal mehr beim Lions Club Babenberg dafür bedanken, dass unsere Arbeit ständig interessiert verfolgt, und wertschätzend gefördert wird.
Regelmäßig unterstützen die Lions Babenberg uns gezielt auf vielerlei Weise, mit Gutscheinen aller Art, mit finanziellen Mitteln für Lehrmaterial und Deutschkurse, sowie überbrückend bis zur Auszahlung der Grundversorgung für Lebenshaltungskosten.


Die Förderung durch die Lions Babenberg ist ein wichtiger Baustein in der Integration der Asylwerber, und gleichzeitig eine große Motivation für die vielen freiwilligen Helfer.

 

 

Danke!   

Link zu mehr Informationen: http://www.lionsklosterneuburg.at

 


Eine Meldung aus dem Stift

 

Das Benefizkonzert am 26. Oktober in der Stiftskirche Klosterneuburg war gut besucht. Letzte Woche durfte das Stift EUR 2.000,-- an Sabine Gösker durch Abtprimas Backovsky für Klosterneuburg hilft überreichen.

Seit November 2014 sind in der Magdeburg-Kaserne in Klosterneuburg rund 250 Asylwerber untergebracht. Die Initiative Klosterneuburg hilft, in der mehr als 100 Menschen ehrenamtlich tätig sind, unterstützt die Asylwerber mit Deutschkursen, Arztbesuchen, Behördengängen, Sport- und Freizeitgestaltung. Eine der Gründerinnen ist Sabine Gösker. Das Stift dankt ihr, allen Helferinnen und Helfern, sowie den Besucherinnen und Besuchern des Benefizorgelkonzerts.


 

Wir blicken auf vielfältige gemeinsame Aktivitäten seit Ende 2014 zurück.

  • Gemeinsames Kochen, anfangs organisiert von Klosterneuburgen, später organisiert von Newcomers. Wir freuen uns, dass ein talentierter Familienvater mittlerweile eine Aufenthaltsbewilligung und einen Job als Koch in einem Klosterneuburger Betrieb hat.
  • Offenes Atelier im ESSL Museum wöchentlich bis zur Schließung des Museums

 

Handarbeitstreffen in der evangelischen Pfarre * Kreative Workshops im Stiftsatelier * Schnupper-Kletterstunde mit dem ÖTK * movefant! Kinderzirkus * Besuch des Dorfmuseums Kritzendorf * Oper Gars * Theater Rostockvilla *   Mixed Friendly Fußballturnier mit dem FC Olympique * Crossfit * Lauftraining * Capoeira  * Paletten-Möbelbau * Fahrrad-Workshop * Friseur-Session *


 

Zwischendurch nicht unerwähnt bleiben darf, dass sich das erfolgreiche Engagement der Mitglieder offenbar weit herumgesprochen hat, denn unsere Initiative wurde in der Kategorie 'Humanitäres Engagement' zum Österreicher des Jahres 2015 nominiert.


Laudatio:

Zur Betreuung der Flüchtlinge in Klosterneuburg wurde im Dezember 2014 die lnitiative ,,Klosterneuburg hilft" von Frau Sabine Gösker ins Leben gerufen, der mittlerweile mehr als 1.800 Mitglieder über eine Gruppe via Internet angehören, sich organisieren und intensiv um die in Klosterneuburg untergebrachten Flüchtlinge bemühen.

Der Verein setzte Aktivitäten, sodaß die Bereitstellung von Spenden für Flüchtlinge organisiert durchgeführt werden konnte sowie zur Organisation von Veranstaltungen mit den Flüchtlingen, um ihnen das Leben in Klosterneuburg so angenehm und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten.
Der Verein ist auch mit anderen Flüchtlingsorganisationen vernetzt und hält sich stets auf dem Laufenden, was gebraucht wird.

Es stehen zahlreiche Helferlnnen unermüdlich im Einsatz und bieten u.a. auch Deutschkurse an, oder stellen Spiele zur Verfügung. Die gezielte Information über Spendenbedarfe und das koordinierte Vorgehen der Helfer, dank der Gruppe, verhalf sehr früh, aus der Flüchtlingsunterbringung in Klosterneuburg ein Paradebeispiel in ganz Österreich zu machen. Der Einsatz der Gruppenmitglieder geht weit über unsere Stadtgrenzen hinaus und stellte unsere Stadt in einem sehr positiven Lichte dar.

 

Die Entwicklung eines eigenen Deutschkurses unter dem Namen „Deutschkurs Klosterneuburg“ wurde überregional beachtet und hilft österreichweit bei der Erstvermittlung unserer Sprache und ebnet somit vielerorts den Weg für eine bessere Verständigung.


 

 

 

 

Der Rotary-Club leistet mit seinen Förderungen im Bildungswesen einen wesentlichen Beitrag zur gelungenen Integration der Asylwerber in Klosterneuburg. Im Namen der Asylwerber möchte sich auch der Verein Klosterneuburg hilft hierfür sehr herzlich bedanken.


Themenabend am 6. Oktober 2015 in Kritzendorf

 

 „Asylrecht und Grundversorgung“ mit Herbert Langthaler (Asylkoordination Österreich)

 

Herbert Langthaler erläutert die Entwicklung des Asylrechts, die Einrichtung der Grundversorgung im Asylverfahren von der Menschenrechtskonvention 1948 über die Genfer Flüchtlingskonvention 1951 bis heute.

 

Die meisten Fragen galten den drei großen Herausforderungen:

 

1.   Wohnraumbeschaffungund Unterbringung.

 

2.   Private Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen:
Die Asylkoordination hat für Wien ein Pilotprojekt für „Pflegeeltern“ von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) gestartet und stellt auch hier Infos zur Verfügung.
Jeder Versuch, einen UMF aufzunehmen lohnt sich. In NÖ ist der zuständiger Kontakt in der Landesregierung die Kinder und Jugendhilfe:
Frau Kocina; Tel.: 02742/9005/16456
Herr Dr. Roscher, Tel. : 02742/9005/1641.

3.   Arbeit:
Dürfen AsylwerberInnen arbeiten? Welche Arbeiten dürfen sie verrichten? In Niederösterreich liegt der Zuverdienst für AsylwerberInnen bei EUR 110,- monatlich. Wer mehr verdient - auch kurzzeitig - fällt aus der Grundversorgung heraus und verliert damit auch seine Krankenversicherung. (Hier gibt es viele Details zu beachten, aber auch sehr findige Gewerbetreibende!)

 

Der Themenabend war inhaltlich reich, beeinhaltete eine gute und ausführliche Diskussion zu den hard facts und möglichen Aufgaben von PatInnen, und dauerte wesentlich länger als geplant!